Baumschnitt 2016

Obstbaumschnitt mit Bernd Vogel

Jedes Jahr beginnt das Spektakel von vorne. Baumschnitt – eigentlich ganz einfach. Hier und da ein paar Äste ab und gut ist. Etwas mehr ist, wie sonst überall, auch hier bestimmt richtig.

Eine scheinbar weit verbreitete Praxis. Leider tut man den Bäumen damit meistens keinen Gefallen. Erfolgt gar kein Schnitt sind ausladende und abbrechende Äste die Folge. Wie macht man es denn nun richtig? Antworten finden sich bei einem Kurs zum Thema Baumschnitt.

Der Baumschnitt-Profi Bernd Vogel beehrte Anfang März 2016 die Vereinigte Steintormasch mit einer Veranstaltung zum Thema Obstbaumschnitt. Am ersten Abend wurde die Theorie vermittelt. Kernobst ist nicht gleich Steinobst, Verjüngungsschnitt ist nicht gleich Erhaltungsschnitt und wenn ich meinem Lieblingsapfel einen Kern entnehme und diesen einpflanze entsteht daraus mit hoher Wahrscheinlichkeit NICHT ein Baum dieser Sorte – fragende Gesichter. Neben einem kleinen Ausflug über verschiedene Unterlagen folgten auch ganz praktische Tips und Hintergrundwissen. So ist z.B. ein Wundverschluss (Baumlack) beim Baumschnitt nicht nötig, wichtig ist aber saubere Schnittflächen zu erzeugen. Also gutes (scharfes) Werkzeug und nach dem Sägen die Seiten mit einem scharfen Messer versäubern.

Der praktische Teil

Der praktische Teil fand dann am darauffolgenden Samstag im Garten „am lebenden Objekt“ statt.

Als erstes den Baum in Augenschein nehmen: Wann wurde das letzte mal geschnitten, welche Krankheiten und Schäden hat der Baum usw.  Und da liess sich einiges finden. Von Misteln, angebrochenen dicken Ästen, in die Rinde eingewachsenen Bindfäden und unsauberen und daher nicht verheilten Schnittflächen war eine bunte Mischung zu bestaunen.
Und damit gings auch direkt los. Angebrochen Äste raussägen – die verheilen sowieso nicht mehr. Alte schlechte Schnitte neu sauber absägen und versäubern, dem Baum zu seiner Form verhelfen. Weniger als 2 Stunden die auf unterhaltsame Weise vergingen wie im Flug und ein deutlich sichtbares Ergebnis brachten. Wobei anzumerken ist, das es sich hierbei um einen „extremen“ Verjüngungsschnitt handelte, der wirklich die Ausnahme ist und nicht jährlich ansteht.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Was aus dem Baum wird? Das zeigt sich im Sommer 2016. Und dann folgt der Erhaltungsschnitt.

Es gibt ja immer was zu tun.

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